
Monika Knofler -Kunst als Waffe – zur Ausstellungspolitik der Alliierten
Mo., 13. Okt.
|Wien
Die Besatzungsmächte beeinflussten die Kunst durch gezielte Ausstellungen. Besonders die USA nutzten dies, um ihr Image als kultiviertes Land zu stärken. Im Fokus: die Rolle der CIA und der Akademie der bildenden Künste Wien.


Zeit & Ort
13. Okt. 2025, 19:00 – 23:00
Wien, Michaelerkuppel, 1010 Wien, Österreich
Über die Veranstaltung
Über den Stellenwert Österreichs als Kultur und Kunst Nation waren sich alle vier Besatzungsmächte einig. Die Sowjets legten ihren Fokus auf Oper, Theater, Konzerte und Kinos, die Briten verfolgten ihre „Re-education-policy“ durch „Reading Rooms“ und Frankreich hatte durch seine Kulturinstituten in Wien und Innsbruck einen langzeitigen Einfluss auf die österreichische Kunst. Von 1945 bis 1955 zeigten die westlichen Alliierten an die 40 Ausstellungen.
Insbesondere die USA setzte dabei zeitgenössische, vor allem abstrakte Kunst - die Stalin zutiefst ablehnte - als Mittel im Kalten Krieg ein. Die Zentrale bei den noch im Krieg begonnenen Vorbereitungsarbeiten zu den Ausstellungen bildete das Museum of Modern Art (MoMA) dessen Direktor seit 1949 der Österreicher René d’Harnoncourt war.
Die Verflechtungen der Agierenden mit der CIA, deren Einfluss auf die Nachkriegskultur und die Ausbildungsstätten, wie der Wiener Akademie der bildenden Künste, soll an Fallbeispielen erklärt werden.